Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

Mi 19.12.2018 00:19 - Volleyball: Erste - Katerstimmung nach desolatem Heimauftritt
Amtierender Meister befasst sich mit Thema Klassenerhalt

Klingt zwar doof, ist aber so: der amtierende Thüringenmeister SG Herleshausen-Eisenach hat ein neues Saisonsziel. Und das heißt Klassenerhalt. Die erhoffte Wende in der Seuchenphase gelang der Mannschaft beim Heimauftritt gegen den VSV Jena II (2:3) und selbst gegen Aufsteiger Schloß Apolda (1:3) nicht. Nun muss die Mannschaft alles daran setzen, dass aus der Seuchenphase mit mittlerweile sieben Niederlagen in Folge keine Seuchensaison wird.

Dabei hatte es in der heimischen "Puppenstube" am Samstag nach Licht am Ende des Tunnels ausgesehen als die SG den VSV Jena II in den ersten Sätzen mit 25:18 und 25:19 klar beherrschte und beim 2:0 schon einen Fuß in der Siegtür hatte. Jena, im Hinspiel noch unterlegen, agierte fast ehrfürchtig und bot viel Murks. Der SG genügte eine durchwachsene Leistung für die halbe Miete. Doch die Schönheit war im dritten Satz aus heiterem Himmel dahin. Die Gastgeber agierten plötzlich blutarm und emotionslos, vielleicht zu siegessicher, während die Jenenser den Hebel umlegten, nach und nach in Fahrt kamen und ihre physischen Vorteile und jene im Zuspiel auspackten. Das Unheil für die SG nahm seinen Lauf.

Die Gastgeber gaben die folgenden Sätze zu 18, zu 19 und den Tie-Break 15:10 ab ohne dabei auch nur noch einmal wirklich Morgenluft zu wittern.In keiner Phase bekam die SG noch mal direkte Tuchfühlung, mit den Händen an den Trog. Die Quote der Eigenfehler war inflationär, wobei vor allem die Annahme phasenweise einem Offenbarungseid glich. Johannes Aßmann, der als Trainer agierende verletzte Hauptangreifer, beließ Libero Dietmar Jakuscheit dennoch im Spiel. Der Virus grassierte aber in allen Mannschaftsteilen. Wenn, dann waren es Mittelblocker Mario Schlöffel und Marcus Dach auf Diagonal, die sich noch hin und wieder gut in Szene setzen konnten. Am Ende war die SG allerdings durch die Bank demoralisiert, fand keinen Schalter für neue Energie.

Und dann? Der 25:20-Erfolg zum Auftakt gegen Aufsteiger Apolda schien Indiz dafür, dass die SG die Niederlage abgehakt und die Reset-Taste gedrückt hatte. Aber denkste. Mit erneut eigenen Schwächen - nun auch massenweise im Aufschlag - machte die SG Apolda stark und spielte dem Gegner in die Karten. Benjamin Renkwitz war ein Schatten seiner selbst.
Als die Gäste beim 27:25 im dritten Satz dann auch noch das Glück auf ihre Seite hatten, waren die Hausherren zum wiederholten Mal kalt geduscht. Die SG versuchte personell das Mögliche, wechselte im Mittelblock, minimierte das Risiko bei den Aufgaben ... alles ohne Erfolg. Außenseiter Schloß Apolda witterte indes die Chance, zeigte enormen Einsatz in der Feldabwehr, verteidigte Ball um Ball und ließ seinerseits die Feldabwehr der Gastgeber schlecht aussehen.

So stand am Ende ein einziger Punkt auf der SG-Habenseite des zweiten Heimspieltages. Die Katerstimmung geht in Mark und Bein, lässt die Protagonisten grübeln. Über Weihnachten und Neujahr will die Mannschaft nun Abstand vom Volleyball nehmen. Zu Beginn des neuen Jahres ist eine Teamsitzung anberaumt, die durchaus den Untertitel Krisensitzung verdient.

SG: Böhme, Jakuscheit, Schucht, Dach, Neitzel, Hofmann, Horlbeck, Schlöffel, Renkwitz

facebook-Seite der Volleyballer » mehr . . .

Zurück . . .