Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

So 01.04.2018 22:00 - Volleyball: Reaktionen auf die Nachricht des Tages
Na, diese Nachricht hat eingeschlagen wie die sprichwörtliche Bombe. Stepi kommt ins Werratal und unter die Wartburg, um unsere Volleyballer zu übernehmen! Das hat was. Für die sportliche Fraktion der Herleshäuser Bevölkerung war das die schönste Osterüberraschung des Tages. Für TSV-Insider ist es die größte Sensation seit die Thekenmannschaft Dynamo Waldstraße in den 90er Jahren das "Stadion der Freundschaft" in Eisenach übernommen hat - auf den Tag genau vor 25 Jahren.

Wir haben ein paar aktuelle Reaktionen gesammelt.

Im von Eintracht Frankfurt-Fans dominierten Vorstand der Grün-Weißen herrscht natürlich Freude pur. Pressewart Achim Wilutzky, der in den von Andi Neitzel eingefädelten Sensationstransfer im Vorfeld bereits eingeweiht war, hisste sogleich die Adler-Flagge am Haus in der Froschkutten und ließ diese sogar hängen, als sich Lukas Hradecky in Bremen das dickste Osterei ins eigene Nest legte. Jugendwartin Uschi Rauschenberg ist sowieso schon immer Stepi-Fan, wie sie betont, und der langjährige Kassenwart Hendrik Wetterau, ebenfalls mit dem Adler im Herzen, geht davon aus, dass sich der Stepi-Coup auch finanziell positiv niederschlagen wird. Nur Vergnügungswart Peter Bauer, gleichzeitig auch 1. Vorsitzender des lokalen SGE-Fan-Clubs "Grenzadler" sieht sich einem Interessenkonflikt gegenüber gestellt: Als Klosterbrauerei-Mitarbeiter muss er nun schweren Herzens Bembel und "Gerippte" für die Turnhallen-Ausstattung anschaffen, denn in Zukunft wird hier nun auch der Ebbelwoi fließen.

Was der 1. Vorsitzende Gerdi Biehl von der für ihn überraschenden Verpflichtung hält, ist bereits im Gästebuch dieser Seite nachzulesen, kann aber durchaus vernachlässigt werden, denn seit wann hat hier der 1. Vorsitzende was zu sagen ... schon gar nicht mit seinem königsblauen Hintergrund. Auch der 2. Vorsitzende Fidy Göpel konnte als eingefleischter Bayern-Anhänger die Schlappekicker vom Main noch nie leiden, spürt als Volleyball-Urgestein aber durchaus die zwei Herzen in seiner Brust und begrüßt den prominenten Vereinszugang. Geschäftsführer Stephan Adam, ebenfalls Volleyballer durch und durch, ist zwar skeptisch, dass ein Fußballtrainer mit einer solch diffizilen Sportart zurecht kommen wird, setzt aber voll und ganz auf die Motivationskünste des Unikums aus Südhessen.

Insgesamt fiebert man Stepis Amtsantritt im Werradorf mit Freude entgegen, auch wenn manche der Meinung sind, dass er einige Jahrzehnte zu spät kommt und er viel besser zu uns gepasst hätte, als die Vereinskneipe noch bei Anka und Blasch im Keller des Bürgerhauses Cevapcici und Lustigen Bosniak im Angebot hatte. Vielleicht findet man jetzt ja einen neuen Pächter für Balkan-Spezialitäten. An Kneipen fehlt´s ja im Dorfe sowieso. Auch im Hause Schucht, dem Volleyball-Adel Herleshausens schlechthin, wurde die Nachricht mit viel Applaus aufgenommen. Vater und Sohn Schucht, beide nebenbei leidenschaftliche Gitarristen, erinnerten sich sofort, dass Stepi seinerzeit mal mit den Straßenjungs Musik gemacht hat. Sie können sich gut vorstellen, ihn ins Heimstudio neben den Bahnschienen einzuladen, um eine neue Vereinshymne aufzunehmen. Bestimmt ist er auch eine Bereicherung für den Gemischten Knabenchor im TSV.

SG H/N/U-Chef Frieder Rimbach denkt gleich ein Stückchen weiter und will dem Volleyball-Trainer einen eigenen Dienstwagen von Auto Hartmann / Eschwege zur Verfügung stellen. Frieder ist nämlich ein Fuchs und weist darauf hin, dass die Volleyball-Saison doch immer schon Anfang April zu Ende ist und Stepi danach noch Zeit hätte, als Co-Trainer von Andi Hartmann beim Saisonfinale der Fußballer auszuhelfen. Und Ehrenvorsitzender Harald Biehl, ebenfalls Alt-Fußballer, hat gleich in den Annalen geblättert und herausgefunden, dass von 1947 bis 1951 bei Teutonia Wommen mal ein Trainer in der Verantwortung stand, der serbische Vorfahren hatte.

Also: "Herzlich willkommen in Herleshausen, Stepi!" Wir freuen uns auf ihn. Und sollte der Deal am Ende doch noch platzen ... macht auch nichts, denn: "Lebbe geht weider." Und vielleicht basteln die Verantwortlichen im Stillen ja schon am nächsten großen Ding, das heute in einem Jahr Wirklichkeit werden könnte: Dr. Kleist wird Vereinsarzt der Volleyballer. » mehr . . .

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