Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

Mo 15.01.2018 22:22 - Volleyball: Tabellenspitze!
Glückwunsch an unsere Erste, sie haben am Samstag beim Heimspiel in Eisenach die Tabellenspitze der Thüringenliga erobert!

Hier der Bericht von der facebook-Seite der SG Herleshausen/Eisenach:

Für eine Woche auf dem Platz an der Sonne

Volleyball-Thüringenliga: Aufsteiger SG Eisenach-Herleshausen springt nach Heimsiegen über Schmalkalden und Ilmenau an die Tabellenspitze

Acht Spiele, sieben Siege und für eine Woche Tabellenführer - dies will und darf sich Thüringenliga-Aufsteiger SG Eisenach-Herleshausen nach dem mit einem Doppelerfolg gekrönten Heimspieltag auf der Zunge zergehen lassen. Gegen Schlusslicht Schmalkalder SV machten die Gastgeber beim klaren 3:0 (17,18,17) bis auf kleine Wackler wenig Federlesen. Es war das Warm up für ein Top-Spiel der Volleyball-Thüringenliga, das sportlich und dramatisch wenig zu wünschen übrig und das etwa 80 Zuschauer phasenweise aus dem Häuschen geraten ließ. Denn an Spannung war das Match gegen den SV TU Ilmenau, bis dato selbst Spitzenreiter, kaum zu überbieten.

Und ganz ehrlich, viele Zuschauer schwante Mitte des zweiten Satzes nichts Gutes. Denn erstens hatte TU Ilmenau den Hausherren mit 25:19 im ersten Satz klar gezeigt, wo der Bartel den Most holt, und zweitens fabrizierte die SG weiter reichlich Eigenfehler, lag ständig mit fünf Punkten im Hintertreffen. Benjamin Renkwitz‘ Zuspiel fehlte es vor allem im Schnellangriff an Präzision und im Aufschlag belohnte sich das Team für sein hohes Risiko lange nicht - bis Johannes Assmann gegen Ende des Satzes zum Service kam und seine Farben bärenstarken Aufschlägen wieder auf Tuchfühlung brachte. In der Annahme war die TU ansonsten kaum aus den Angeln zu heben, bot auch in der Feldabwehr eine grandiose Leistung. Die Zuschauer erlebten von da ein wirkliches Spitzenspiel auf Augenhöhe. Und siehe da: Mit 27:25 schaffte die SG tatsächlich das, woran höchstens der trommelnde Hallensprecher noch geglaubt hatte, nämlich den 1:1-Satzausgleich.

Was die Spielgemeinschaft danach ablieferte, war nicht frei von Fehlern, nicht das non plus ultra (vor allem im Block), aber es war eine Energieleistung gepaart mit einem unbändigen Willen und einem Publikum im Rücken, das ebenfalls Vorzeigecharakter hatte. Das 25:22 im dritten Satz war verdienter Lohn für eine Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen, trotz einiger Aussetzer in der Annahme und für großen Kampfgeist. Mittelangreifer Mario Schlöffel kam von einem starken Ilmenauer Block beschirmt nicht so zum Zug wie sonst, dafür stachen andere Trümpfe der SG. Was der Außenangreifer "Größe M" Markus Dach mit viel Kaltschnäuzigkeit und Ruhe ins Spiel einbrachte, bewahrte die Gastgeber hin und wieder vor einem deutlicheren Rückstand. Er und Johannes Aßmann sorgen für die wichtigen Punkte. Auch der Service setzte Ilmenau nun deutlicher unter Druck. Mit Andi Neitzel im Zuspiel, Tobias Schucht und Jörg Krauße im Angriff zog die SG auch alle Register der Wechselbank. Bei ständiger Führung steuerte die SG lange auf einen 3:1-Sieg zu, doch hatte man dabei die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der SV TU Ilmenau zeigte seinerseits, dass das Team nicht umsonst an der Tabellenspitze steht und kämpfte sich durch eine fulminante Schlussphase und dem 25:23-Erfolg in den Tie-Break.

Dort zeigten sich die Hausherren von Beginn an hellwach und hatten beim Seitenwechsel deutlich die Nase vorn. Es wurde aber noch einmal spannend ehe der zweite Satz- und Spielball schließlich den umjubelten Sieg und damit die Revanche für die 3:1-Niederlage der Hinrunde einbrachte.

Dass sich Mario Schlöffel seinen üppigen Vollbart nach diesem Erfolg noch nicht abrasierte, hat seinen Grund. Am 27. Januar kommt es in Stadtroda nämlich zum ultimativen Showdown der Volleyball-Thüringenliga. Dann nämlich empfängt der SV Tröbnitz, die SG Eisenach-Herleshausen und TU Ilmenau. Alle drei Mannschaften stehen derzeit punktgleich (aber mit unterschiedlicher Anzahl an Spielen) an der Spitze.

SG Eisenach-Herleshausen: Schucht, Böhme, Aßmann, Horlbeck, Schlöffel, Dach, Neitzel, Renkwitz, Jakuscheit, Krauße

P.S. Schmalkaldens Spielertrainer und Thüringens Schiedsrichterwart Michael Henke führte am Samstag in der Sporthalle an der Ziegeleistraße übrigens Strichliste über die in den beiden Spielen an die Decke geprallten Bälle. Die Halle erfüllt nicht die TVV-Normhöhe von sieben Metern und wird im nächsten Jahr sicher auch wegen Henkes Einwände nicht mehr für Spiele in dieser Liga zugelassen.

P.S.1: Wir bedanken uns herzlich bei allen Besuchern. Ihr ward tatsächlich der siebte Mann, ein Fels in der Brandung. Wie sagte Bene Renkwitz: "Mag sein, dass Tröbnitz gerade den besseren Volleyball spielt, aber in Eisenach müssen auch diese Jungs erst einmal gewinnen." Wir zählen weiter auf euch!

Auch die Werra-Rundschau war am Samstag vor Ort:
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