Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

Mi 15.05.2013 07:15 - Fußball: Heute ist ein historisches Datum in diesen Jubiläumszeiten
Genau heute vor 30 Jahren fanden die Jubelszenen auf dem Nesselröder Sportplatz kein Ende: Am 15. Mai 1983 sicherte sich die SG Herleshausen / Nesselröden im letzten Heimspiel der Saison die Meisterschaft in der A-Klasse Gruppe 6 (vergleichbar mit der heutigen Kreisoberliga). Die fehlenden Punkte wurden mit einem sicheren 3:1-Erfolg gegen die SG FSA eingefahren - die Krönung einer erfolgreichen Saison! Auf der Zielgeraden schüttelte man den SV Rotenburg ab und holte den Titel in den Südringgau. Bis tief in die wunderbare Mainacht wurde dieser an jenem Sonntagabend in der Vereinsgaststätte Bohnwagner in Markershausen gefeiert. Auch darin zeigte man sich meisterlich.

Im damaligen Heftchen zur Meisterschaft, das zur folgenden Saison erschienen ist, wurde dieser Tag folgendermaßen beschrieben:

"Drei Wochen Pause lagen zwischen dem 1:0-Sieg in Richelsdorf und jenem 15. Mai 1983, der in die Geschichte der Spielgemeinschaft eingehen sollte. Ein Sonntag, der morgens mit heftigen Regengüssen begann und abends in strahlendem Sonnenschein endete. Ähnlich wie das Spiel, das mit einem verschossenen Elfmeter begann und erfreulich endete. Doch der Reihe nach: Schon in den Tagen zuvor gab es in der Großgemeinde wohl kein anderes Thema mehr als dieses Spiel, so dass die erwartete Zuschauerkulisse mit ca. 450 zahlenden Zuschauern auch für den entsprechenden Rahmen sorgte. Die Fans äußerten sich größtenteils optimistisch über den Ausgang. Jedenfalls stand es so auf den Transparenten zu lesen: Frohen Mutes woll´n wir siegen, damit wir endlich Gegner kriegen … Volksfeststimmung also in Nesselröden.

Die Spieler schienen förmlich davon angesteckt zu sein, denn sie lieferten zum Abschluss noch mal eine spielerisch gute Partie und bestanden ihr Meisterstück mit Bravour. Schon der 2:0-Pausenstand nach Toren von Norbert Handke (direkt verwandelter Eckball) und Günther Pippinger ließ Zufriedenheit aufkommen. Als dann gar Wieland Handke in der 2. Hälfte das 3:0 besorgte, waren wohl auch die letzten Pessimisten überzeugt und der größte Erfolg in der 20-jährigen SG-Geschichte errungen.

Direkt im Anschluss wurde zwar ausgiebig gejubelt und gefeiert, aber so ganz begreifen konnte die junge Truppe den Erfolg doch noch nicht. Das sollte einige Zeit dauern. Ein großer Triumph, an dem die ganze Mansnchaft gleichermaßen Anteil hat: Trainer Gerhard Beck als Ersten genannt, Volker "Keule" Biehl im Tor, Peter "Max" Rimbach, Turm in vielen Abwehrschlachten, dann der alte Hase Hans Rauschenberg, der mitreißende Kämpfer Erhard "Hipps" Ebeling, der umsichtige Libero Karl-Wilhelm "Dicky" Sinn, der schnelle Offensiv-Vorstopper Detlef Srba, die unermüdlichen Wasserträger Helfried "Spatz" Reinemann und Volker "Gockel" Hahn, der trickreiche und nur schwer vom Ball zu trennende Günther Pippinger, Norbert Handke mit seinem unermüdlichen Laufpensum, der erfahrene Gerhard Biehl, ein schussstarker Techniker; Kapitän Wieland Handke, der erfolgreiche Torjäger und Dribbelkünstler; der belebende Joker Achim Wilutzky; Antreiber und Brecher Lothar Reich und letztendlich die Spieler der Reserve, auf die immer wieder Verlass war wie Harald Eichmann, Adolf Eisenträger, Stefan Warlich, Bernd Biehl, Lothar Bierschenk, Otto Braun und Raini Rimbach. Warum zum Schluss nur diese Lobeshymne auf die einzelnen Spieler? Ganz einfach: Um ihnen das nötige Selbstvertrauen für die Bezirksliga zu geben, denn dort wird alles ganz anders …"

Immerhin hielt sich die Spielgemeinschaft aus den Dörferen am Zonenrand dann fünf Spielzeiten in der Bezirksliga. Der Wettstreit mit den Vereinen aus dem Raum Kassel mit jenen unvergesslichen Busfahrten zu Auswärtsspielen brachte dann weitere ganz neue Erfahrungen. Aber das ist eine andere Geschichte, die in den vor uns liegenden Jubiläumstagen sicherlich noch hier und da wieder belebt werden dürfte.

Heute wollen wir uns einfach an jenen Maisonntag vor 30 Jahren erinnern und der jetzigen Spielergeneration wünschen, dass sie einen solchen Tag ebenfalls mal erleben wird. Der Weg dahin ist bereits eingeschlagen. Vielleicht bleibt man demnächst ja mal vom Verletzungspech verschont, dann sollte es klappen.

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Meisterschaftsfoto am 15. Mai 1983 in NesselrödenDirekt nach dem Spiel gegen FSA und der SiegerehrungDas letzte Saisonspiel gegen FSA - Gerdi zog die Fäden im Mittelfeld1:0 für die SG - Norbert Handke hat einen Eckball direkt verwandeltGratulation an den Schützen, selbst Betreuer Erhard Berleth (Frieders Vorgänger) setzt zum Sprint über den Platz an (rechts).
SiegerehrungEiner der Väter des Erfolgs: Ohne die Jugendarbeit von Johannes Groß in den 70er Jahre wäre diese Meisterschaft undenkbar gewesen!Wie immer in jenen Jahren: Hinterher ging´s nach Markershausen zu Bohnwagners ...Siegesfeier im Vereinslokal ...

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