Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

Mi 30.01.2013 12:11 - Volleyball: Berichte vom "Hitchcock"-Spieltag am Sonntag
Am vergangenen Sonntag sahen die Zuschauer des TSV-Volleyball-Sechsers einen wahren Krimi in der Mehrzweckhölle. Hier die Berichte aus der heimischen Presse sowie die der Gegner aus Steinfurth und Gießen:

Bericht TV Steinfurth:
Steinfurther voll im Abstiegsstrudel
Nach der erneuten 3:1 Niederlage beim Gastspiel am Sonntag in Herleshausen steckt der TV Steinfurth urplötzlich wieder mitten im Abstiegskampf. Nicht nur die Tatsache, dass die im Mittelfeld der Landesliga sich tummelnden Teams (Kassel, Herleshausen) am Wochenende punkteten bzw. wie der TSV Butzbach bereits über 10 Pluspunkte verfügt, sieht das Restprogramm der Rosendörfler auch noch alles andere als rosig aus. Vier Gegner und damit vier Spiele haben die Steinfurther noch in dieser Saison Zeit um den rettenden 7. Tabellenplatz zu festigen. Dass die vier Teams derzeit die Plätze 1 bis 4 belegen, verdeutlicht die prekäre Lage der Wetterauer.
"Das werden ganz schwere Wochen und wenn nicht alle Spieler mitziehen, könnte Landesligavolleyball in Steinfurth bald Geschichte sein," so die Klartextaussage von Steinfurths Zuspielerlegende Bernhard von Gilsa.
Dabei starteten die TVSler ungewohnt spielfreudig in das Spiel beim TSV Herleshausen. Ohne Respekt und mit guten Aktionen im Zuspiel und Angriff gelang ein Start nach Wunsch, der mit einem 25:20 belohnt wurde. Danach besannen sich die Osthessen ihrem klaren Heimvorteil (gefühlte Deckenhöhe 3,94 m) und nutzten diesen mit langen Aufschlägen und schnellen Angriffen um die Sätze 2 und 3 sicher nach Hause zu holen. Angefeuert von gut 50 Zuschauern, die genauso nah am Feld saßen wie Schiedsgericht und Ergänzungsspieler, entwickelte sich im vierten Satz nochmals ein Satz auf Augenhöhe. Die Wetterauer hatten bis zum zwanzigsten Punkt die besseren Anteile, mussten aber auf der Zielgerade wieder die Big Points dem Gastgeber überlassen und standen erneut mit leeren Händen da.
"Wir haben zwar noch 2 Punkte auf den TV Biedenkopf (Abstiegsplatz 8) gut, aber sich darauf zu verlassen, ist ein Gang auf dünnstem Eis. Mindestens ein Sieg muß noch her und der muß spätestens im März beim TV Jahn Kassel angepeilt werden."
Vier Wochen haben nun die Steinfurther Zeit um sich auf das Gipfeltreffen (24.02.in Bad Nauheim) mit den Spitzenteams aus Waldgirmes und Cölbe vorzubereiten. Vielleicht platzt ja schon hier der Knoten....
TVS: Stößinger - Müller - Osterloh - Jansen - Oberhofer - v. Gilsa - Holste - Focking

Bericht USC Gießen:
Eine ganz enge Kiste......

Das war ein echter Krimi....trifft es nicht wirklich! Unglaublich, aberwitzig schon eher!
Der USC ganz im Osten Hessens in der "Mehrzweckhölle" von Herleshausen. Einen Start nach Maß und einen Auftritt ganz im Stil der vergangenen Wochen, sahen die zahlreichen heimischen Fans zum Spielbeginn am heutigen Sonntag. Druckvoll und blitzsauber vorgetragen der Spielbeginn. 5:0 und 10:3 heißt es nach wenigen Minuten und alles deutet auf ein klares Ergebnis hin. Doch es sollte anders kommen, völlig anders...
Plötzlich schleichen sich auf Gießener Seite Ungenauigkeiten ein und genau in gleichem Maße legt Herleshausen zu und erhöht den Druck. Beim 11:13 kippt der sicher geglaubte Satz und die Gastgeber wittern ihre Chance. Verunsichert durch die heftige Gegenwehr erhöht sich die Fehlerquote der Lahnstädter und in der Folge gelingt es der Spielstarken Youngster-Truppe nicht nur den ersten Satz zu verhaften, sondern auch im zweiten Satz eine 7:3 Führung herauszuspielen. Erst ein Zwischenspurt zum 9:8 brachte die Giessener wieder in die Spur. Nun lief wieder alles nach Wunsch und mit starkem Angriffs- und Blockspiel konnte der Satz über 15:11, 20:13 schließlich 25:19 eingetütet werden.
Doch im Dritten Durchgang zeigten die Gastgeber , daß sie dem Tabellenzweiten unbedingt ein Bein stellen wollten. Herleshausen legte vor und Giessen lief immer einem 1-2 Punkte Vorsprung hinterher. Folgerichtig ging der Satzgewinn an die famos aufspielenden Osthessen. Der 2:1 Satzrückstand und der damit drohende Verlust des Spiels und des Zweiten Tabellenplatzes waren reichlich Ansporn den vierten Satz mit Vollgas anzugehen und auf den nötigen Tiebreak hin zu arbeiten. Die Zwischenstände 8:4, 11:7, 13:8 ließen den klaren Willen zu erkennen, doch Herleshausen legte nach! Beim 17:17 waren die Gießener gestellt und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mit offenem Visier behakten sich die Teams auf hohem Niveau und erst beim 28:26 konnten die Gießener das Erreichen des Tiebreaks bejubeln.

Was nun folgte, war an Dramatik nicht zu überbieten:

Trotz einer höchst eindringlichen "Zielansprache" gerieten wir gleich zu Beginn mit 1:4 und 3:5 in Rückstand. Die technisch ungemein starke Truppe der Gastgeber ließ keinen Zweifel an dem gewünschten Ausgang der Begegnung. Mit präzisen Angaben und variablem Angriffsspiel spielten sich die Gastgeber in einen wahren Rausch, der ihnen einen 8:4 Vorsprung zum obligatorischen Seitenwechsel im Fünften Satz einbrachte. Damit nicht genug, trotz starkem Gießener Spiels setzen sich die Hausherrn über 9:4 und 12:7 spielentscheidend ab ........spielentscheidend? Nein! Da gibt es noch die unbeugsame Truppe aus Gießen, die mit einer ungeheuren Energieleistung einen Anspruch auf den Sieg erhebt. Die Annahme kommt mit der Genauigkeit einer Schweizer Uhr und die Abwehr ist nicht zu bezwingen. Die Folge ist der 12:12 Ausgleich und ein Feuerwerk an Angriffen das in nur wenigen Momenten den Spielfluß der Gastgeber stoppt. Nach perfekter Annahme seiner Hinterleute, ist es letztendlich Mittelangreifer M.Mülke der mit einem Schnellangriff in die Angriffszone des Gegners, den 15:13 Tieabreak-Sieg klarmachen darf!!
Eine grenzwertig niedrige Halle, ein aufopferungsvoll kämpfender Gastgeber und eine nerven- und spielstark auftretende Gießener Mannschaft = Ein Volleyballkrimi und eine ganze Halle voller begeisteter Zuschauer, die trotz der Niederlage ihrer Truppe, fair und sachkundig agiert haben und dafür spannenden Spieltag genossen haben. USC is on the run...... » mehr . . .
Bericht Werra-Rundschau Part IBericht Werra-Rundschau Part II

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