Aktuelles TSV 1869 Herleshausen e.V.

Mi 01.02.2006 07:07 - Ausdauersport: Für den TSV im Europacup
Die Superlative sind ausgegangen. Dachte man schon, die Leistung aus 2004 wäre kaum zu halten und schon gar nicht zu toppen, so bewies er sich 2005 das Gegenteil: Burkhard Lachmann erlebte das erfolgreichste Jahr seiner Läuferkarriere. Aus acht mach neun! Eigentlich sind ja acht Marathons in einem Jahr für einen reinen Hobbysportler schon eine unglaubliche Leistung. Nach dem Motto "einer geht noch" schraubte er seine Jahresbilanz jetzt sogar auf neun Läufe mit mindestens 42 km Distanz. Klar, dass er dabei auch wieder die Europacup-Wertung der Ultra-Marathons im Visier hatte. Nach drei dieser langen Kanten im Vorjahr startete er diesmal auch noch in Krems/Wachau (Österreich). Für die 53 km benötigte er 4:49 Std.. Mit der gleichen Endzeit kam er beim Alb-Marathon ins Ziel. Die dortige Distanz von 50 km ist mit ihren heftigen Steigungen immer eine absolute Herausforderung. Mittlerweile zum dritten Mal versuchte sich Burkhard am großen Rennsteig-Lauf, der schon auf den ersten 35 km vom Eisenacher Markplatz bis auf den Inselsberg mit einem wahnsinnigen Profil Schrecken verbreitet. Den 43-jährigen Reichensächser, der weiterhin für seinen Heimatverein TSV Herleshausen startet, schreckt´s eher weniger. Oder doch? In seinem dritten Lauf kam er etwa bei km 40 an den toten Punkt; der Moment, wenn der Schmerz anfängt. Ab der Ebertswiese dann auch noch strömender Regen und matschige Wege - die Lust war im Keller. Da muss man dann durch, da entscheidet sich der Lauf im Kopf. Und die Zeit lag immer noch in einem sehr guten Bereich. Ab dem Oberhofer Grenzadler begleitete ihn dann fast schon traditionell sein jüngster Sohn Marius, und ab dem Rondell sorgte die "zweite Luft" für neuen Auftrieb. An der Schmücke kam er sogar vor seinem Begleitbus an. Er musste warten, stärkte sich mit Schleim und weiter ging´s die restlichen acht km bis ins Ziel nach Schmiedefeld, wo ihn eine phantastische persönliche Bestzeit für die Strapazen belohnte: 7:37 Std., was eine Steigerung von 1:16 Std. gegenüber dem Vorjahr bedeutete, und damals hat er auch nicht gerade gebummelt. Mit dem Fahrrad leistete ihm sein Freund Matthias Burgheim auch wieder wertvolle Unterstützung.
Kurz drauf zog es ihn zum zweiten Mal ins schweizerische Biel. Für die nächtlichen 100 km um den Bieler See reichten ihm diesmal 9:51 Std., also knapp unter der magischen 10 Std.-Grenze, was, leicht auszurechnen, einem Schnitt von 10 km in der Stunde entspricht. Das muss man sich als einfacher Dauerläufer mal vorstellen: zehnmal 10 km in einer Stunde hintereinander … Im Vorjahr benötigte er noch fast zwei Stunden länger.
Diese Verbesserungen brachten ihn in der Ultra-Marathon-Europacup-Wertung von Platz 99 auf den 57. Gesamtplatz (von 206 Teilnehmern) und einen 19. Platz in der Altersklasse. Glückwunsch zu dieser Leistung und der Tatsache, dass sich unser Vereinsname dadurch wieder in eine europäische Rangliste eingetragen hat.

Zusätzlich absolvierte Burkhard 2005 folgende Marathons: den Bienwald-Marathon in Kandel im März, wie immer den Hamburg-Marathon im April, den Marburger Nacht-Marathon im Juli, den Einheitslauf in Mühlhausen am 3. Oktober (51 km) und zum Abschluss den Advent-Marathon in Arolsen. Dabei bleibt hervorzuheben, dass er in Hamburg trotz ungünstiger, hinterer Startaufstellung seine neue persönliche Bestzeit mit 3:17 Std. markierte. Dass er sich 2005 in allen seinen langen Läufen mit Ausnahme des Adventmarathons zeitlich verbesserte, lag sicherlich auch an einem zusätzlichen Training in Wettkampfform, nämlich der erstmaligen Teilnahme am Nordhessen-Cup. Bei diesem Wettbewerb absolvierte er zwischen März und September zusätzlich noch elf Läufe auf der langen Strecke - immer zwischen 18 und 21 km -, und zwar in Rotenburg, Warburg, Wolfhagen, Gelstertal, Fuldabrück, Eschwege, Melsungen, Breitenbach, Heckershausen, Fuldatal und He-Li. Am Ende stand ein 6. Altersklassenplatz im Datenblatt des Nordhessencups. Dieser Wettbewerb hat ihm übrigens sehr viel Spaß gemacht, und er kann allen einen Teilnahme nur empfehlen, zu mal es sich dabei um beinahe familiär organisierte Veranstaltungen handelt. Der Halbmarathon beim Lollslauf in Hersfeld und der Rotenburger Sommer-Herzlauf waren weitere Stationen seines prall gefüllten Sportjahrs. Anekdote am Rande: Beim Herzlauf suchte er zwei seiner Jungs vergeblich am Start im Wald - sie saßen derweil unten auf dem Platz in der Hüpfburg. Folge: Die drei starteten anschl. mit den Nordic Walkern und die beiden Jungs hatten auf der Strecke gewiss nichts zu lachen …


Der Jahresrückblick der Abteilung folgt demnächst ... » mehr . . .
Rennsteig-Supermarathon im Mai 2005Im Ziel in Schmiedefeld.Am Start in Biel (CH) - 100 km liegen vor ihm.
Man hat eine lange Nacht Zeit, von diesem Anblick zu träumen: das Zielbanner in Biel.Erst Biel, dann Rotenburg ...Zieleinlauf am HKZ, Moritz zieht den Spurt an.Burkhard mit Marius (l.) und Moritz

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