Die Abteilungsgeschichte

Leichtathletik / Ausdauersport  
Im März 2002 kam es dann zur Neugründung der Abteilung Leichtathletik / Ausdauersport.
Ab April wurden die "Lauftreff”-Termine um zwei zusätzliche Treffpunkte, nämlich montags und mittwochs, ergänzt, und die ursprünglich erhoffte Resonanz erfüllte sich absolut. Der Grundgedanke war nämlich ganz einfach: Wenn man mit dem "Lauftreff” einen Stamm von ca. 10 Läufern anspricht und von denen dann etwa zwei bis fünf Läufer auch immer am gemeinsamen Lauf teilnehmen, hat sich diese Einrichtung schon voll gelohnt. Mit mehreren Leuten läuft es sich einfach viel angenehmer, und es erleichtert doch manchmal das Überwinden des inneren Schweinhundes. Aus dieser Sicht heraus darf man mit der Entwicklung des Lauftreffs, auch auf das ganze Jahr gesehen, sehr zufrieden sein.

Folgende "Lauftreff”-Bilanz kann man am Ende des Jahres 2002 ziehen: Insgesamt wurden in diesem ersten Jahr 116 Lauftreff-Termine angeboten. Davon mussten 20 Termine mangels Läufer ausfallen, 96 Läufe fanden statt (mindestens zwei Teilnehmer). Insgesamt beteiligten sich 44 Sportler: einer über 60 Jahre, vier Jugendliche, neun Läuferinnen und 30 Läufer. Mit 66 Teilnahmen (von 96 möglichen) verzeichnete Liesbeth van Nieuwenhoven aus Altefeld die mit Abstand größte Beteiligung. Eine tolle Leistung! Rechnet man von den insgesamt 488 Teilnehmern bei 96 Läufen den Durschnitt aus, kommt man auf immerhin 5 Läufer pro Lauf.

Ein positiver Nebeneffekt der fixen "Lauftreff”-Termine: Mitunter verabredeten sich einige Läufer zu weiteren gemeinsamen Runden an anderen Tagen: Osterlauf, Wartburg-Lauf und Kirmeslauf.

Als einzige offizielle Wettkampfteilnahme einer Herleshäuser Laufabordnung bildete der eingangs bereits erwähnte Rennsteig-Lauf am 25. Mai einen Höhepunkt im Abteilungsgeschehen. Matthias Burgheim, Florian Deist, Rüdiger Hauss, Burkhard Lachmann, Thomas Lehmann, Roland Müller, Ronny Schlägel, Hubertus Schönrock u. Achim Wilutzky bewältigeten den Halbmarathon.

Als Oldie der Leichtathletik-Abteilung nahm Wilhelm Sennhenn, der bis heute erfolgreichste Läufer in den TSV-Reihen, in diesem Jahr wieder am Meißner-Bergturnfest teil. In den Startlisten verschiedener Laufwettbewerbe sorgte aber auch 2002 wieder ein anderer Name neben dem Vereinsnamen TSV 1869 für Furore. Für Burkhard Lachmann wurde dieses Sportjahr zu einem ganz persönlichen Highlight. Insgesamt brachte er es auf die beachtliche Zahl von drei Marathons und zwei Halbmarathons. In Hamburg, Unna und Frankfurt bewältigte er dabei die traditionsreiche Strecke von 42,195 km, die er beim Frankfurter Stadtlauf trotz sehr stürmischer Witterungsverhältnisse sogar in persönlicher Bestzeit von 3:35 Std. zurücklegte.

Ende März 2002 gab man den läuferischen Aktivitäten mit einer Abteilungsversammlung auch den offiziellen Rahmen. Als wiederbelebte Abteilung - die Abteilung ruhte für lange Jahre seit den ruhmreichen Tagen des Günter Sennhenn - versteht man sich jetzt als eine Abteilung für Leichtathletik und Ausdauersport. Dabei sollen vorerst weniger leichtathletische Disziplinen wie Sprint, Springen und Werfen trainiert werden, sondern man will sich viel mehr Ausdauersportarten in den unterschiedlichsten Variationen widmen. Das Laufen steht dabei sicherlich im Mittelpunkt, es könnte jedoch auch mal in anderer Form Kondition trainiert werden: Radfahren, Inline-Skating, Ski-Langlauf oder Kanu - Möglichkeiten gibt es sicher viele. Sollte sich ein Übungsleiter finden, der sich mit Kurzstrecken, Weitsprung, Hochsprung etc. beschäftigen möchte, die neue TSV-Abteilung um die Abteilungsleiter Achim Wilutzky und Rüdiger Hauss hätte großes Interesse daran.

Eine zusätzliche Ausdauerform, die immer mehr Beliebtheit findet, ist das Bergwandern. Aus diesem Grunde organisierte man im vergangenen Jahr gleich eine mehrtägige Ausflugsfahrt nach Holzgau in die Lechtaler Alpen, an der 16 Personen teilnahmen.